Tipp: Dokument per E-Mail in NAV 2017 mit E-Mail-Textvorlage versenden

Tipp: Dokument per E-Mail in NAV 2017 mit E-Mail-Textvorlage versenden

Bereits in Dynamics NAV 2016 ist es möglich Dokumente per E-Mail zu versenden. Mit der NAV-Version 2017 können E-Mail-Texte ganz einfach individualisiert und als Vorlage gespeichert werden.

Vorteil: Es sind keine programmierseitigen Eingriffe notwendig. Die Vorlagen können einfach vom Benutzer erstellt werden. Microsoft verwendet das Word-Layout-Feature, um den E-Mail-Text zu generieren, der automatisiert für die E-Mail verwendet wird. Es kann aus einer Vielzahl an Layouts für häufig genutzte Reports in Dynamics NAV gewählt werden.

Gehen Sie wie folgt vor, um das gewünschte Word-Layout für Ihre E-Mail auszuwählen

1. Öffnen Sie die Berichtsauswahl Verkauf über die NAV-Suche. Hier finden Sie das neu hinzugefügte Feld „Layout Beschreibung E-Mail-Text“.

2. Wählen Sie das Word Layout aus, das Sie für die gebuchten Verkaufsrechnungen verwenden möchten:

Abbildung 1: Auswahl einer Wordvorlage für das E-Mail-Text-Layout

3. Um eine Verkaufsrechnung per E-Mail zu versenden, öffnen Sie die Page „Gebuchte Verkaufsrechnungen“ und wählen Sie die Verkaufsrechnung aus, die Sie per E-Mail verschicken möchten.

4. Anschließend wählen Sie die Funktion „Per E-Mail senden“ vom Tab „Aktionen“. Im folgenden Beispiel wurde die Vorlage „Red – Email Body“ verwendet:

Abbildung 2: Dokument per E-Mail in NAV 2017 mit E-Mail-Textvorlage versenden

Wenn Sie einen NAV-Dokument versenden möchten, ohne dass sich dieser in Outlook öffnet, dann nehmen Sie die Option „In Outlook bearbeiten“ heraus. So können Sie die E-Mail-Adresse und weitere Details im selben Fenster spezifizieren.

Sie haben darüber hinaus die Möglichkeit, den Bericht als E-Mail-Anhang zu versenden. Wählen Sie dazu die Option „Für E-Mail-Anhang verwenden“ in der „Berichtsauswahl – Verkauf“ aus:

Abbildung 3: Berichtsauswahl Verkauf – Für E-Mail-Anhang verwenden

Sofern die Option „In Outlook bearbeiten“ gewählt wurde, können Sie die E-Mail vor dem Senden in Outlook prüfen und gegebenenfalls weiter bearbeiten:

Abbildung 4: Gebuchte Verkaufsrechnung als E-Mail-Anhang und E-Mail-Text versenden

Wo liegen die Vorteile der E-Mail-Textvorlagen?

  • Mit der Möglichkeit vordefinierte E-Mail-Vorlagen sowohl für den internen Gebrauch als auch für die Kunden-Kommunikation zu nutzen, sparen NAV-Anwender wertvolle Zeit und aufwändige Anpassungen.
  • Das Beste ist, dass kein Limit bezüglich der Anzahl von Word Layouts für einen Report existiert.
  • Zudem benötigen Sie keine Entwicklerlizenz oder einen externen NAV-Entwickler, um eine Word Vorlage zu erstellen. Voraussetzung ist einzig ein grundsätzliches Verständnis für das E-Mail-Feature von Microsoft Word.

Wenn Sie zu diesem oder weiteren Dynamics-NAV-Themen Fragen haben, freuen wir uns, Sie dabei unterstützen zu können.

Bildquelle: ID 30028148 © Gajus | Dreamstime.com

Gefahr im E-Mail-Postfach – Gefälschte Rechnungen & Schadadsoftware!

Gefahr im E-Mail-Postfach – Gefälschte Rechnungen & Schadadsoftware!

Bereits am 1. Juni 2017 haben wir von der Ransomware „Jaff“ berichtet. Und immer noch warnt die Polizei ausdrücklich vor betrügerischen E-Mails mit angehängten Rechnungen, die sofort vom Empfänger zu begleichen seien. Doch im angehängten ZIP-Ordner versteckt sich die gefährliche Schadsoftware Jaff. Nach dem Öffnen oder dem Ausführen des Anhangs sorgt dieser für großen Schaden auf Ihrem Rechner. Nun, 3 Wochen später, veröffentlicht die Polizei Niedersachsen ein Update zu den gefährlichen E-Mails, die wir an dieser Stelle unbedingt mit Ihnen teilen möchten.

Vorsicht bei Rechnungen via E-Mail!

Die Taktik der Täter ist ziemlich radikal und offensiv. Sie nutzen gefälschte Rechnungen und personenbezogene Daten, die mit der E-Mail-Adresse des Empfängers verknüpft sind. Unter Verwendung der postalischen Anschrift des Empfängers wird dieser somit im Glauben gelassen, er hätte Zahlungsprobleme und müsse die Rechnung (Mahnung, etc.) sofort begleichen. Viele Empfänger geraten bei solchen Aufforderungen in Panik und handeln falsch. Um sich und Ihren Rechner zu schützen, sollten Sie zukünftig besonders aufpassen bei vermeidlichen Rechnungen in Ihrem Postfach! Lassen Sie sich nicht verwirren. Wenn Ihnen der Absender oder der Betreff zur Rechnung suspekt erscheint, öffnen Sie diese lieber nicht!

„Sie haben Post“ – Tipps für Ihre Sicherheit

Nicht immer können Spamfilter und Virenscanner ihr System schützen. Darum gilt generell diese Faustregel: Öffnen Sie keine Anhänge oder Links aus E-Mails, die Sie nicht erwartet haben oder von unbekannten Absendern! Leider werden aber auch Kriminelle immer kreativer und versenden täuschungsechte E-Mails im Namen real existierender Firmen. Nicht selten ist man auch selbst Kunde bei der Firma oder hat sich mal vor längerer Zeit im Newsletter angemeldet. Erhalten Sie dennoch eine unerwartete Rechnung von der Firma Ihres Vertrauens, so sollten Sie sich an das echte Kundenportal wenden. Bitte folgen Sie dafür keinen Links aus der Mail, sondern suchen Sie auf der Website der Firma nach den Kontaktdaten. Hier ist eine Liste der typischen Namen der Firmen, die die Täter als Absender angeben:

Giropay, Giro Pay 24, Giro Pay 24 GmbH, Rechtsanwalt Bank Payment AG, Rechtsanwalt Amazon GmbH, Directpay GmbH, Inkassoabteilung Mail & Media AG, Rechtsanwalt Mail&Media AG, Rechnungsstelle Pay Online24 GmbH, Online24 Pay AG, Online Pay GmbH, GiroPay AG, Directpay, Paydirect, OnlinePayment AG, Online Payment GmbH, PayOnline Bank-Pay AG, Direktpay24, Mail & Media AG, Amazon AG, Amazon GmbH, inkasso@giropay.de, service@giropay.com, inkasso@ebay.de, und viele mehr…

Schützen Sie Ihre Daten!

Der Polizei Niedersachsen ist auch nicht bekannt, woher die Täter die Daten der Empfänger haben. Die Ursachen dafür können von Fall zu Fall sehr variieren. Nicht selten kommt es vor, dass die Täter mit veralteten postalischen Anschriften oder Telefonnummern arbeiten. Dies sollte Sie beim Erhalt solcher E-Mails bereits stutzig machen! Eventuell wurden Sie in der Vergangenheit mal Opfer von einem Identitätsdiebstahl. Um zu erfahren, wie die Täter an Ihre Daten gekommen sind oder ob eine Sicherheitslücke besteht, können Sie folgende Dienste nutzen:

Für mehr Informationen zur Schadsoftware Jaff und Tipps für Ihre Sicherheit besuchen Sie bitte den aktuellen Beitrag vom Ratgeber Internetkriminalität oder unseren letzten Blog-Beitrag zu dem Thema: Vorsicht „Invoice“! Polizei warnt vor Ransomware Jaff in E-Mails.

Quelle: https://www.polizei-praevention.de/aktuelles/gefaelschte-rechnungen-mit-trojanern-im-anhang.html
Bildquelle: https://pixabay.com/de/computer-sicherheit-vorhängeschloss-1591018/ © TheDigitalWay | pixabay.com

Nächster Halt: Industrie 4.0

Nächster Halt: Industrie 4.0

Der digitale Wandel ist auch in der Industrie spürbar. Schlagworte, wie Industrie 4.0, IoT (Internet of Things), Big Data oder Cloud Computing fallen immer wieder, aber nicht jeder kann wirklich etwas damit anfangen. Auch kleine und mittelständische Unternehmen dürfen den digitalen Wandel nicht ignorieren und müssen ihre Hausaufgaben machen. Der Bitkom greift diese Wissenslücke von Unternehmen auf und bietet einen Leitfaden als Hilfestellung an.

Industrie 4.0 – die digitale Herausforderung für KMU

Nicht nur aktuell, sondern (wenn wir ehrlich sind) schon seit langer Zeit werden wir mit den Schlagworten Industrie 4.0, IoT (Internet of Things), Digital Disruption, Cloud Computing, Big Data, digitale Geschäftsprozesse, Social Media, Business Intelligence, Influencer, Recommender und vielen weiteren konfrontiert. Die industrielle Produktion durch intelligente und digitale vernetzte Systeme zu optimieren klingt super – ist in der Praxis dann doch eher kompliziert. Irgendwie scheint das alles ganz wichtig zu sein und jeder versucht seinen Platz zu finden. Aber wo stehen wir wirklich? Was bedeutet der offensichtlich stattfindende Wandel konkret für uns? Steht uns tatsächlich der notwendige Rahmen bzw. die notwendige Basis dafür zur Verfügung? Haben wir einen echten Plan oder schieben wir Entscheidungen in diesem Umfeld eher auf die lange Bank und warten ab? Fragen über Fragen.

Schritt für Schritt – Der „Wegweiser für Industrie 4.0“

Mit diesen Fragen stehen Sie nicht alleine da! Nach einer repräsentativen Befragung von mehr als 500 Unternehmen der Industrie hat der Digitalverband Bitkom ermittelt, dass vier von zehn Befragten (36%) fehlende Standards als Hemmschuh für den Einsatz von Industrie 4.0 nennen. Dies aufgegriffen hat der Bitkom nun einen Leitfaden „Industrie 4.0 – Die Bedeutung von Interoperabilität im Referenzarchitekturmodell Industrie 4.0 (RAMI 4.0)“ als Hilfestellung veröffentlicht. Hierbei handelt es sich um eine praxisorientierte Betrachtung einer der Grundvoraussetzungen zur Realisierung von Industrie 4.0. Der Leitfaden veranschaulicht anhand von 11 Praxisbeispielen (Use Cases) die erfolgreiche Umsetzung von Interoperabilitätsanforderungen und bietet ein Referenzarchitekturmodell (RAMI 4.0) als Grundlage weiterer Schritte.

Auf geht’s!

Der Bitkom selbst formuliert die große Chance für Unternehmen folgendermaßen: „Industrie 4.0 ist unter den Bedingungen einer vernetzten digitalen Welt ein länder- und branchenübergreifendes Projekt. Damit wird Interoperabilität – also die Fähigkeit, mit Dritten nahtlos zusammenzuarbeiten, Informationen auszutauschen, zu kooperieren und Dienste zur Verfügung zu stellen – zum Fundament für den Erfolg.“ Mit dem Leitfaden verfolgt der Bitkom das Ziel, Unternehmen den Anstoß dafür zu geben, die initialen Schritte auf Ihrem Weg in Richtung Industrie 4.0 selbst zu gehen. Warten wir also nicht länger! Es ist an der Zeit sich mit dem Wandel auseinander zu setzen, Ziele zu definieren und diese erfolgreich umzusetzen.

Gern treten wir mit Ihnen hierzu in den Dialog und bieten Beratung. Sprechen Sie uns an 🙂

#Industrie40 #DigitalDisruption #ERP #DynamicsNAV #Cloud #Aufgehts

Quelle: https://www.bitkom.org/noindex/Publikationen/2017/Leitfaden/170426-LF-Industrie-40-Interoperabilitaet-von-Use-Cases-Web.pdf
Bildquelle: ID 6459654 © Curaphotography | Dreamstime.com

EU-Datenschutz-Grundverordnung – Was Sie bis 2018 wissen müssen

EU-Datenschutz-Grundverordnung – Was Sie bis 2018 wissen müssen

Im Mai 2018 tritt die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft und zieht eine Menge Anpassungen für alle EU-Unternehmen nach sich – egal, wie groß diese sind. Zukünftig soll die neue EU DSGVO die Verarbeitung von personenbezogenen Daten vereinheitlichen und neue Standards in den Bereichen Datenschutz, Compliance und IT-Sicherheit setzen.

Worum geht es eigentlich?

In knapp einem Jahr werden entscheidende Änderungen der EU-Datenschutz-Grundverordnung (engl.: General Data Protection Regulation, GDPR) in Kraft treten. Das bedeutet vor allem, dass die Verarbeitung von personenbezogenen Daten in der Europäischen Union vereinheitlicht werden soll. Die Einzelheiten der neuen Grundverordnung sind rechtumfassend und komplex. Beispielsweise sind Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern dazu verpflichtet einen Chief Data Privacy Officer (CDPO) zu ernennen. Und Unternehmen haben die Pflicht Kunden unter bestimmten Umständen innerhalb von 72 Stunden zu informieren, wenn es zu einer Verletzung des Schutzes ihrer personenbezogenen Daten gekommen ist. Solche und ähnliche Verstöße ziehen Geldbußen bis max. 20 Mio. Euro nach sich!

Was kommt da auf uns zu?

Die bedrohlich hohen Geldbußen sind noch lange kein Grund zu Panik! Die beruhigende Wahrheit ist: Wir sitzen alle im gleichen Boot und wollen den Schutz unserer Kundendaten gewährleisten. Wir, die anaptis, sind zum einen ebenfalls verpflichtet die Strukturen der DSGVO zu integrieren. Zum anderen sind wir als Microsoft Partner mit Gold-Status aber auch der Experte und Berater unserer Kunden, die wir zielgerichtet auf dem Weg der Vorbereitungen begleiten möchten.

Wie Sie sich vorbereiten können

Niemand fordert, dass jeder Ihrer Mitarbeiter zu einem Daten-Sicherheitsexperten wird. Es reicht zunächst, dass Sie sich grundlegende Fragen zur Datensicherheit und zum Datenschutz ihrer Kunden stellen. Mehr Informationen finden Sie auf dem Blog Microsoft Deutschland. Dort sind bereits zentrale Fragen aufgeführt und fünf Schritte für den Einstieg in das Thema zusammengefasst.

Im Rahmen eines Workshops, der im April 2017 in der Microsoft Zentrale Deutschland in München durchgeführt wurde, erhielten die Experten von anaptis durch die Kanzlei PRW Rechtsanwälte essentielle Fakten und wertvolle Einblicke in den Bereich des Datenschutzrechts aus erster Hand. Gerne würden wir dieses Wissen mit Ihnen teilen!

Zudem empfehlen wir Ihnen die Teilnahme an dem kostenlosen Microsoft Webinar zur EU-Datenschutzgrundverordnung, das am 27.06.2017 von 14 -15 Uhr stattfindet.

Wenn Sie weitere Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne, damit wir diese Herausforderung gemeinsam mit Ihnen meistern.

 

Bildquelle: ID 40426201 © Everythingpossible | Dreamstime.com

Vorsicht „Invoice“! Polizei warnt vor Ransomware Jaff in E-Mails

Vorsicht „Invoice“! Polizei warnt vor Ransomware Jaff in E-Mails

Die Polizei Niedersachsen warnte am Dienstag ausdrücklich vor einer Ransomware, die sich in einem Mail-Anhang verstecken könnte. In einer gefälschten Rechnung als PDF-Anhang verstecke sich demnach eine Word-Datei, die nach Ausführung des Empfängers den Computer verschlüsselt und eine Lösegeldforderung stellt. Wir möchten die Informationen der Polizei mit Ihnen teilen und Ihnen erläutern, wie Sie sich vor dem Betrug schützen können.

Das erste Anzeichen der Ransomware ist bereits der Betreff. Meistens besteht der Betreff aus dem Wort „Invoice“ (dt. Rechnung) und einer zufälligen Nummer. Inhaltlich ist der Mail-Text kurzgehalten und fordert Sie auf den Anhang zu öffnen.

Wird die PDF-Datei im Anhang geöffnet, öffnet sich damit auch ein integriertes Word-Dokument, das für den Anwender nicht zu erkennen ist. Dieses Dokument enthält ein Makro, das die eigentliche Schadsoftware aus dem Internet herunterladen und sie direkt per Java-Script ausführen möchte. Dies muss aber von Ihnen bestätigt werden.
Nach der Bestätigung würde sich das Dokument inklusive Makro-Warnung in Word öffnen. Nach Ihrer Aktivierung starten der Download der Ransomware, die im Hintergrund Ihren Rechner und die angeschlossenen Netzlaufwerke verschlüsselt.

Warum getarnt als PDF-Datei?

Die Täter gehen den „Umweg“ über die PDF-Datei, um Sie und Ihre Antivirensoftware zu täuschen. Die sinnvolle Sicherheitsabfrage muss von Ihnen bestätigt werden und umgeht dabei Ihr Sicherheitssystem. Für die Täter hat dies den Vorteil, dass der Anhang (PDF-Datei) seltener durch z.B. Antivirensoftware erkannt wird und im Allgemeinen als sicher gilt.
Nun werden Ihre Dateien verschlüsselt und erhalten die Endung „.wlu“. Entschlüsselungsanweisungen werden als html, txt und png in jedem Ordner gespeichert.

Darauf sollten Sie achten:

1) Auffälliger Betreff und Text

Generell sollten Sie nie Anhänge von Absendern öffnen, die Sie nicht kennen. Wie bei dieser Ransomware können Mails Anhänge oder Links beinhalten, durch die Sie unwissend Ihre Zustimmung zum Ausführen von Schadsoftware oder den Zugriff auf Daten erteilen.

2) Bestätigungs-Aufforderung

Vorsicht bei Pop-Up-Fenstern! Bestätigen Sie keine Aufforderungen, die kurz nach dem Öffnen solcher Mails auftauchen. Diese haben nur das Ziel Sie zu täuschen. Sie werden eigentlich nicht gefragt, ob Sie die „Invoice“ öffnen möchten, sondern ob Sie die Schadsoftware ausführen wollen. Mit der Bestätigung geben Sie Ihr „OK“ und lassen der Schadsoftware und Kriminalität freien Lauf.

Quelle: http://www.polizei-praevention.de/aktuelles/ransomware-jaff-tarnt-sich-als-invoice.html

Bildquelle: ID 1591018 © TheDigitalWay | Pixabay.com

8 Tipps für eine bessere ERP-Performance

„Das System ist langsam geworden!“ ist ein Ausspruch, der genauso alt ist, wie das IT-Business selbst. In diesem Blog-Eintrag möchten wir Ihnen Maßnahmen aufzeigen, die Sie ergreifen können, falls Sie mit Ihrer ERP-Lösung auf Performance-Probleme stoßen.

In den vergangenen Jahren stieg die Erwartung der Anwender an die System-Perfomance linear zu der eingesetzten Software- und Hardwareleistung. In vielen Fällen leistet die Software sogar deutlich mehr als die Hardware an Möglichkeiten hergibt, was dazu führt, dass zum Beispiel Stapelverarbeitungen (Batch Jobs) immer noch relativ viel Zeit in Anspruch nehmen können. Gleichzeitig wachsen jedoch die Erwartungen an die Systemleistung immer weiter. Auch sind Erwartungen immer stark subjektiv geprägt: Was „lange“ und was „zu lange“ ist, liegt im Auge des Betrachters bzw. Anwenders.

Mitunter ist zu beobachten, dass Anwender sich mit einer schlechten System-Performance anscheinend abgefunden haben; wenn das Buchen einer einzigen Rechnung ganze 5 Minuten dauert, der Anwender dazu aber nur sagt: „Och, das ist ganz normal. Das dauert immer so lange.“ Oder „Es handelt sich ja schließlich um eine große Rechnung.“ Und die Performance-bedingten Pausen dann als willkommene Kaffeepause genutzt werden.

Wo sollten Sie ansetzen, wenn Ihre ERP-Lösung Performance-Probleme hat?

Überprüfen Sie, ob es sich tatsächlich um eine schwache System-Performance handelt oder ob die Erwartungen an die Systemleistung einfach zu hoch sind. Ein guter Ansatzpunkt für das Finden von Ursachen ist es, zu analysieren, ob Prozesse, Stapelläufe oder das Ausführen von Reports im Laufe der Zeit tatsächlich langsamer geworden sind. Häufig entschuldigen Verantwortliche dies mit einer gewachsenen Anzahl an Informationen in der Datenbank, was Sie jedoch nicht als Entschuldigung für ein langsames System akzeptieren sollten! Auch sehr große Datenbanken, bei denen die Indizes optimal vergeben wurden, können äußerst performant sein.

Es stellt sich die Frage, ob das Verhalten systemweit oder nur bei bestimmten Prozessen auftritt. In diesen Fällen muss überprüft werden, ob das Setzen von Indizes optimiert werden kann oder, ob innerhalb eines Prozesses evtl. zu viele Informationen gelesen oder aktualisiert werden müssen. Behalten Sie aber immer auch die Möglichkeit im Hinterkopf, dass die für den Systemprozess aufgewendete Zeit genau die richtige ist, die Erwartungen der Anwender jedoch einfach viel zu hoch sind.

Bei dem Auftreten von Performance-Problemen wird häufig bereits in einer frühen Phase ein SQL-Spezialist für technische Fragen zu Rate gezogen, der die SQL-Logs und Server-Statistiken analysiert. Bereits im Vorfeld können Sie selbst schon einige Maßnahmen ergreifen – ohne zu tief in technische Themen zur System-Optimierung eintauchen zu müssen.

8 Tipps für eine bessere System-Performance

Grenzen Sie Personenkreis und zeitliches Auftreten ein, schließen Sie Anwendungen aus

Tipp 1 Wofür wird Ihr System noch verwendet, welche Prozesse laufen parallel? Falls noch weitere Programme auf dem gleichen Server laufen, stoppen Sie diese. Ein klassisches Problem stellt häufig die eingesetzte Anti-Viren-Software dar, die von NAV oder SQL erstellte Dateien automatisiert scannt.

Tipp 2 Fragen Sie nach dem „Wer“! Checken Sie, ob ein Performance-Problem bei allen oder nur bei einem bestimmten Anwender auftritt! Versuchen Sie herauszufinden, ob der Prozess für den selben Anwender an einem anderen Rechner funktioniert, oder am selben Rechner zu einer anderen Zeit. Es könnte z. B. sein, dass regelmäßig zu einer bestimmten Zeit im Netzwerk große Datenmengen heruntergeladen werden, was für die schlechte Performance ursächlich ist.

Langsame Übersichten oder Karten – Tritt das Problem nur bei bestimmten Systemprozessen oder Ansichten auf?
Ist dies der Fall, prüfen Sie, ob evtl. berechnete Felder (Flowfields) genutzt werden. Ein nicht-performantes Flowfield kann große Auswirkungen auf eine ganze Ansicht haben, insbesondere auf Listen, bei denen ein Feld für jeden Datensatz einzeln berechnet wird – auch wenn evtl. nur ein einziger Datensatz für Sie von Interesse ist.

Tipp 3 Entfernen Sie die als optimierungsbedürftig identifizierten Felder von der Page und schauen Sie, ob sich die Performance verbessert. Zuvor sollten Sie eine Sicherung der entsprechenden Objekte durchführen! Wenn durch das Löschen des Flowfields eine signifikante Verbesserung erkennbar ist, gibt es verschiedene Maßnahmen, die Sie ergreifen können: erweitern Sie das berechnete Feld um einen korrekten bzw. optimierten Schlüssel auf den darunterliegenden Datensatz – z. B. die Informationen, aufgrund derer das Feld berechnet wird.

Tipp 4 In einem weiteren Schritt könnten Sie in Listen gänzlich auf Flowfields verzichten und diese dafür auf Page bzw. Form-Ebene implementieren. Somit wird es immer nur für einen einzigen Datensatz berechnet. Eventuell können Flowfields auch endgültig gelöscht werden, falls sie gar nicht mehr benötigt werden.

Performance beim Buchen – Tritt das Problem hauptsächlich beim Buchen auf?
Bei Buchungsprozessen ist das Sperren von Tabellen häufig ein Feature der Anwendung. Datensätze müssen gesperrt werden, während bestimmte Informationen berechnet oder aktualisiert werden, um die Informationen in der Datenbank konsistent zu halten. Bei NAV-Versionen älter als 2013 wurde noch „großzügiger“ gesperrt als bei aktuellen NAV-Versionen, wie Dynamics NAV 2017. Dank automatisierter Verarbeitungswarteschlangen (Job Queues) werden Aufträge, Rechnungen oder andere Datensätze als „fertig zum Buchen“ markiert und anschließend im Hintergrund abgearbeitet.

Tipp 5 Automatisierte Job Queues sind seit der NAV-Version 2013 Standard. Falls bei Ihnen also NAV2013 oder eine aktuellere Version installiert ist, Sie aber noch nicht mit Stapelverarbeitungen arbeiten, sollten dies unbedingt in Betracht ziehen. Der Vorteil ist offensichtlich: Wenn ein Anwender nicht auf die Fertigstellung eines Buchungsvorgangs warten muss, da dieser im Hintergrund läuft, werden längere Laufzeiten erst gar nicht als Problem wahrgenommen.

Report Server
Eine weitere Möglichkeit, die Arbeitslast Ihrer ERP-Lösung zu reduzieren, ist, einen Teil der Arbeit auf ein anderes System auszulagern. Ein Paradebeispiel hierfür ist das Auslagern von Analysen und Berichten auf einen eigenen Reporting Server. Hiermit werden die täglichen Aufgaben und Systemprozesse nicht durch das Ausführen von Berichten und Analysen beeinträchtigt. Insbesondere, wenn es sich um vom Anwender selbst erstellte, ineffiziente Reports handelt, die den SQL-Server unnötigerweise auslasten.

Tipp 6 Installieren Sie eine gesonderte Business Intelligence bzw. Reporting Umgebung, wie beispielsweise Jet Enterprise, oder kopieren Sie einfach täglich Ihre Datenbank, um einen Snap-Shot Ihrer aktuellen Daten zu erhalten. Alle Auswertungen können Sie dann auf Basis der aktuellen Daten, auf einem separaten Server vornehmen – ohne die für das Tagesgeschäft notwendigen ERP-Prozesse zu beeinträchtigen.

Werkzeuge zur Unterstützung

Tipp 7 Für den Fall, dass Sie trotz oder gerade weil der o. g. Tipps tiefer in die Materie der System-Optimierung einsteigen möchten, dienen Tools wie Code Coverage und SQL Activity Monitor als gute Werkzeuge bei der Ursachenforschung langsamer Systeme. Sie erlauben es, Ihrem NAV-Partner, Ihr NAV-System im Detail zu  analysieren. So kann beispielsweise erkannt werden, wie lang jedes SQL-Statement ausgeführt wird, welcher Code durchlaufen wird und wann und wie effizient dies abläuft.

Manchmal liegt es am Code
Nicht immer ist die Ursache in komplexen SQL-Prozessen, System-Infrastrukturen und technischen Analysen zu finden. Manchmal liegt es auch „einfach“ am Programmcode oder an individualisierten Software-Designs.

Tipp 8 Bis zu einem bestimmten Grad ist dies tatsächlich der „einfachste“ Weg bestehende Performance Probleme anzugehen und zu eliminieren. So durchläuft ein schlecht programmierter Bericht tausende unnötige Datensätze anstatt die nicht-relevanten Informationen unmittelbar herauszufiltern; auch könnten die durchlaufenen Datensätze gleichzeitig bearbeitet werden, obwohl dies gar nicht erforderlich ist – zum Beispiel das Berechnen und Schreiben eines Feldes, obwohl es seit dem letzten Mal gar nicht verändert wurde. Programmierer sind auch nur Menschen. Wenn einzelne Berichte oder Prozesse sehr unperformant laufen, lassen Sie den entsprechenden Programmcode überprüfen!

NAV kann auch groß!
Zum guten Schluss bleibt festzuhalten, dass es sich immer lohnt, die Größe eines ERP-Systems kritisch zu hinterfragen. Es existieren NAV-Lösungen, die es ihren Anwendern erlauben, täglich tausende Bestellungen zu erfassen, mehr als 1000 Anwender gleichzeitig arbeiten zu lassen oder es ermöglichen, Kunden mit hunderten NAV-Installationen, täglich riesige Datenmengen an eine zentrale Datenbank zurückspielen zu lassen. Solch große Systeme sollten – ungeachtet der eingesetzten Software und der Möglichkeit der Skalierbarkeit – regelmäßig auf Optimierungspotenziale hin untersucht werden. Dynamics NAV bildet hierbei keine Ausnahme; es kann großartige Ergebnisse liefern, sofern es optimal aufgesetzt und eingerichtet ist.

Wir unterstützen Sie gerne bei Ihren nächsten Schritten, wenn es darum geht, das Leistungspotenzial Ihrer NAV-Lösung besser auszuschöpfen!

 

Quelle: Ian Humphries | Speed it up! | https://thenavpeople.com/uk/news/system-performance-speed-it-up | Stand: 31.03.2017

 

We want you!

Wir suchen Dich als Online Marketing Profi (m/w). Bewirb Dich jetzt! Es erwarten Dich sensationelle Herausforderungen, ein tolles Team und ein Umfeld mit Perspektiven. Also warte nicht und werde Teil von uns 🙂

Nähere Infos unter http://www.anaptis.com/jobs.html

#Job #ms4l #welovemuenster #Software #Cloud #Marketing

anaptis in neuer Nachbarschaft

anaptis in neuer Nachbarschaft

Die anaptis GmbH befindet seit Anfang September in neuer Nachbarschaft: Die Siemens-Zentrale für die Wirtschaftsregion Münsterland ist mit seinen rund 100 Mitarbeitern von der Siemensstraße 55 in den Technologie-Park Münster an den Johann-Krane-Weg 36 gezogen. Als Tor zur Innenstadt von Münster befindet sich der Technologie-Park nur einen Katzensprung entfernt vom Leonardo Campus, an dem die Universität Münster sowie FH-Münster ansässig sind. Auf die drei Etagen des insgesamt rund 2.500 Quadratmeter großen Gebäudes, das insbesondere aufgrund seiner dreieckigen Form als architektonische Besonderheit gilt, verteilen sich nun die Geschäftsräume von drei Firmen: Zusammen mit Siemens sind die Software-Firmen der Brüder und Eigentümer Thyen, „connectiv! eSolutions GmbH“ und „anaptis GmbH“, mit jeweils rund 20 Mitarbeitern Mieter in dem repräsentativen Neubau.

Testat für Microsoft Dynamics NAV 2016

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO Deutschland hat im Auftrag von Microsoft Ireland Research (Dublin) die in Microsoft Dynamics NAV 2016 integrierte Finanzbuchhaltung gemäß den vorgegebenen Prüfungsstandards erneut geprüft und schriftlich die zu erfüllenden Prüfkriterien bestätigt.

Falls Ihr Wirtschaftsprüfer oder Steuerberater diese Softwarezertifizierung von Ihnen einfordert, steht der Prüfungsbericht für Sie unter folgendem Link zum Download bereit: www.bdo.de
Für den Download ist die Angabe der vollständigen Adressdaten notwendig. Zudem muss die Haftungsvereinbarung zwischen BDO und Microsoft akzeptiert werden.


Haben Sie noch Fragen zum Softwaretestat für Microsoft Dynamics NAV 2016? Dann zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren!

  Tel. +49-251-917996-0
  info@anaptis.com

SEPA 3.0 ab November 2016

Ab dem 20.11.2016 werden Neuerungen im Bereich des SEPA-Zahlungsverkehrs gültig sein und unter DFÜ Anlage 3, Version 3.0 eingeführt.


Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

  • CORE1 fällt weg – Bitte prüfen Sie die Stammdaten und ändern Sie die Zahlungsart von CORE1 auf CORE.
  • CORE übernimmt die verkürzten Vorlaufszeiten von CORE1 mit D-1. Somit wird nicht mehr zwischen Ersteinreichung und Folgeeinreichung unterschieden. Alle SEPA-Lastschriften können dann mit einem Tag Vorlauf eingereicht werden. Hier sollten in der Zahlungsverkehrseinrichtung die Vorlauffristen ebenfalls geprüft und, falls notwendig, abgeändert werden.
  • Bereich Amendments ist angepasst – Bei der Verwendung des neuen SEPA-Formats Version 3.0 gemäß Rulebooks ändert sich die Meldung eines SEPA-Mandats bei Änderung. Hier sollten Sie mit Ihrer Bank klären, wie lange alte SEPA-Formate noch akzeptiert werden.

Wir empfehlen

  • dass Sie sich bei Ihrer Hausbank erkundigen, ab wann die Version 3.0 verpflichtend ist und wie lange die Vorgängerversion noch eingereicht werden darf
    (Datum am besten schriftlich bestätigen lassen).
  • zu prüfen, ob das Banking-Programm ein Update benötigt und ob ein Update in Dynamics NAV notwendig ist.

Falls Sie OPplus Zahlungsverkehr im Einsatz haben:
Per gbedv GmbH werden die Hotfixe für die Aktualisierung ab Ende August zur Verfügung stehen. Anzumerken ist, dass der Hotfix ab OPplus-Version 8.0 kostenfrei ist, wohingegen ältere Versionen kostenpflichtig sind (gilt zusätzlich für Bereitstellung der Objekte).

Falls Sie Dynamo Zahlungsverkehr im Einsatz haben:
Akquinet hat die relevanten Anpassungen umgesetzt und das dazugehörige Objekt ab Ende Juli 2016 bereitgestellt.


Haben Sie noch Fragen zu den Neuerungen des SEPA-Zahlungsverkehrs? Dann zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren!

  Tel. +49-251-917996-0
  info@anaptis.com

 

Zur Werkzeugleiste springen